Die Übungsannahme war eine regungslose Person in einem vier Meter tiefen Schacht.

Am Beginn der Übung wurde kurz durchbesprochen worauf bei solchen Einsätzen zu achten ist und welche Möglichkeiten uns mit den vorhandenen Gerätschaften zur Verfügung stehen. Die Übung wurde einsatzmäßig durch gespielt, jedoch um vieles langsamer um Erklärungen, Diskussionen und Lösungsvorschlägen Platz zu lassen. Vor der Übung wurde aus Sicherheitsgründen der Schacht auf etwaige Gase geprüft.

Zu Beginn versuchte man Luft in den Schacht zu bringen um Zeit zu gewinnen. Hierfür eignete sich eine leicht aufgedrehte Atemschutzflasche am besten. Die erste Hürde stellte die Sicherung des Atemschutzgeräteträgers ohne Dreibein und Kran dar. Dies wurde durch eine Umlenkrolle an der Schiebeleiter am Dach des Rüstlöschfahrzeuges realisiert. Im unwegsamen Gelände wäre es auch mit einer Stehleiter möglich, diese muss allerdings sehr gut gesichert werden.
Gleich darauf kam die Erkenntnis, dass es mit Atemschutzgerät nicht möglich ist durch einen Kanaldeckel einzusteigen. Aus diesem Grund wurde der Schlauch zum Lungenautomaten aus der Halterung gelöst und das Atemschutzgerät extra nach geseilt. Dies verschaffte auch beim Arbeiten im Schacht mehr Bewegungsfreiheit. Die verunglückte Person wurde mittels Endlosschlinge über die zuvor genannte Umlenkrolle ins Freie befördert.

Bei dieser Übung wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Zum Beispiel könnte die Sicherung des Atemschutzgeräteträgers mittels Feuerwehrgurt zum schwerwiegenden Fehler werden, da eine Person die regungslos in einem Feuerwehrgurt hängt unmöglich aus einem Schacht zu ziehen ist.